Neu und freu:

201403-mikrotext-cover-fischer-400pxGerade raus: „Irgendwas mit Schreiben. Diplomautoren im Beruf“ (ISBN 978-3-944543-15-4) bei Mikrotext. Herausgegeben hat es mein guter Freund und Kollege Jan Fischer, und Furore hätte die Anthologie machen sollen, weil der als „Kesslergate/SpeckLit“ bekanntgewordene Feuilleton-Großfall eigentlich für dieses Buch entstand.

Aber dann doch lieber erst mal in der ZEIT erschien und sich von dort als Lauffeuer durch den Blätterwald fraß.

Jetzt können auch die weniger prominenten Beiträge von Thomas Klupp, Jan Kuhlbrodt, Jan Fischer, Stefan Mesch, Alexandra Müller, Sina Ness, Johannes Schneider, Martin Spieß, Tilman Strasser, Lino Wirag und Mirko Wenig nachgelesen werden. Und ein Vorwort über die literarische Lebenskunst von der Hildesheimer Kulturwissenschaftlerin Jacqueline Moschkau.

Erhätlich für winzige 1,99 € beim Verlag selbst und in Kürze auch bei allen großen Online-Buchhändlern.

Westernquatsch

Gerade über eine, schon etwas ältere, Rezension aus den Händen der guten Menschen von Comicgate gestolpert, die sich – einmal lobend; einmal ausdrücklich lobend – mit Robins bezauberndem Western Touch (2012) beschäftigen. Das unbedingt häufig und immer noch und überhaupt gekauft werden sollte, zumal ein Nachfolgeband nicht in Sicht ist; und der Autor inzwischen in finanziellen Nöten in einer Pappschachtel kauert, die im Binnenhafen von Hamburg ankert. Oder in Kassel Illustration studiert.

Jons Marek Schiemann schreibt in seiner Besprechung freundlicherweise auch:

Das gelungene Vorwort von Lino Wirag (EXOT) beschreibt die Suche nach einem neuem Humor und streut immer wieder Namen bekannter Humoristen, Cartoonisten und Kabarettisten ein, die zum einen als Vorbild dienen können, aber auch aufzeigen, wie vergeblich die Suche nach einen neuen Humor ist. Schließlich hat jeder der genannten bereits einen sehr unterschiedlichen komischen Bereich abgedeckt. Somit gibt es eigentlich keine Lücke mehr, die neu ausgefüllt werden kann. Oder doch?

Wenn ich’s je rausfinde, lieber Jons Marek, seid ihr die Ersten, die’s erfahren.

Was wir uns kaufen wollen ..

.. sobald es erscheint: Die Taschenbuch-Ausgabe der vollständigen „Mythen des Alltags„; Lisa-Marias Romandebüt „Sommertöchter, später„; Sandro Zanettis „Schreiben als Kulturtechnik„; Daths „Implex“ (am besten synoptisch mit Zizeks „Geistern„); Kapielskis „Heizkörperverkleidungen„; Lewitscharoffs Poetikvorlesungen und natürlich Klings „brennendes Archiv„.
Viel Suhrkamp dabei, zum Ausgleich also bitte noch Ella Carinas „Die mit dem Bauch tanzt“ vorbestellen (das ganz besonders).

Nachgetragen: Ninas beeindruckendes und jetzt schon preisgekröntes Debüt „Große Ferien“ (dessen Entstehung ich teilweise miterleben durfte) und ein neuer Grundlagenband zur Perfomativität von Erika Fischer-Lichte.